Sachverzeichnis
Herz
Saugt Blut aus dem Körper an und pumpt es (rechts) in die Lunge bzw. (links) in den Körper. Weg des Bluts: Venen → rechtes Herz → Lungenarterien → Lunge → linkes Herz → Arterien → Kapillare
Venen und Arterien
Arterien = zuführendes Gefäß, das Blut zu einem Organ bringt. Venen = abführende Gefäße, die das Blut zum Herzen bringen. Meistens sind Arterien sauerstoffreich, Venen sauerstoffarm. Zwischen beiden liegen die Kapillaren (feinste Gefäß
Lymphe
Abgepresste Flüssigkeit aus den Kapillaren, die in das Gewebe übergeht. Dort wird sie von feinsten Lymphgefäßen aufgesammelt und zu Lymphknoten gebracht In Lymphknoten reagieren Immunzellen auf Fremdstoffe und reifen aus (Immunantwort). Die Lymphe mündet selbst irgendwann wieder in die Körpervenen.
rotes Knochenmark
Liegt tief in langen Röhrenknochen und produziert neue Blutzellen. Braucht für die Produktion der Zellen vor allem Vitamin B12 und Eisen
Lungen
Sind über das Rippenfell (Pleura) mit dem Thorax (Oberkörper) verbunden und folgen diesem. Oberkörper groß = Lungen groß = Luft strömt ein. Oberkörper klein = Lungen klein = Luft strömt aus. In den Lungen läuft der Gasaustausch ab (O2; Sauerstoff wird aufgenommen, CO2; Kohlenstoffdioxid wird abgegeben)
Kehlkopf (Larynx)
Liegt an der Spitze der Luftröhre. Hier sind die Stimmlippen (damit man Sprechen kann). Und der Kehldeckel (damit Essen nicht in die Luftröhre kommt).
Luftröhre (Trachea)
Mündet in die 2 Hauptbronchien, die sich ganz oft aufzweigen in den sog. Alveolarbaum. (Lungen sind quasi aus ganz vielen kleinen Kugeln an einem Baum aufgebaut = große Oberfläche)
Nase
Filtert die Luft von Partikeln, feuchtet sie an und erwärmt sie.
Mund
Speicheldrüsen geben hier Speichel zur Verdauung ab.
Rachen (Pharynx)
Mund und Nase münden hier rein. Verbindet ebendiese mit der Luft- und Speiseröhre.
Speiseröhre (Ösophagus)
Befördert Gegessenes/Getrunkenes in den Magen (auch gegen die Schwerkraft).
Magen
Produziert Magensäure und einen eigenen Schutzmantel. Außerdem Verdauungsenzyme (Proteine, die andere Strukturen abbauen).
Dünndarm
Nimmt hauptsächlich Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße aus der Nahrung auf und verdaut diese.
Zwölffingerdarm (Duodenum)
Teil des Dünndarms. Schließt sich dem Magen als erste „Darm-Station“ an. Heißt so, weil er in etwa 12 Fingerbreiten breit ist. Hier mündet/n die Ausführungsgänge von Galle und Bauchspeicheldrüse.
Leerdarm (Jejunum)
Teil des Dünndarms. Schließt sich dem Zwölffingerdarm an.
Krummdarm (Ileum)
Teil des Dünndarms. Schließt sich dem Leerdarm an.
Dickdarm
Nimmt hauptsächlich Wasser und Elektrolyte (Teilchen wie Natrium) auf.
Blinddarm (Zökum)
Der erste Teil des Dickdarms. Ist nicht das, was sich entzündet!!!
Wurmfortsatz (Appendix)
Blind-endender Teil des Dickdarms, der sich oft entzündet. „Blinddarmentzündung“
Schilddrüse (G. Thyroidea)
Produziert Schilddrüsenhormone und liegt dem Kehlkopf auf. Schilddrüsenhormone = Stoffwechselantreiber. Wenig Hormon = Antriebslos, Müde, Kältegefühl, ... Viel Hormon = Unruhe, Schwitzen, Schlafstörungen, ... (Nebenschilddrüsen sitzen der Schilddrüse hinten
Nebennieren
Liegen den Nieren auf und produzieren Hormone. Insbesondere Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol.
Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
Teilt sich in Vorder- und Hinterlappen. Der Vorderlappen bildet Hormone, die andere Drüsen (z.B. Schilddrüse) stimulieren. Der Hinterlappen gibt ADH (Blutdrucksteigerung) und Oxytocin (Kuschel-/Glückshormon fre
Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Liegt hinter/unter dem Magen und produziert Insulin und Verdauungsenzyme. Mündet (zusammen mit der Galle) in den Zwölffingerdarm
Leber
Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan. Liegt rechts im Oberbauch neben dem Magen. Nimmt das Blut aus allen Darmabschnitten als Zwischenstation auf. Produziert die Galle und scheidet über diese einige Stoffe wieder aus.
Gallenblase
Speichert die Galle und gibt diese in den Dünndarm ab. Galle ist gut für Fettaufnahme und -Verdauung der Nahrung.
Milz
Liegt links vor dem Magen und filtert alte Blutzellen und räumt diese ab.
Nieren
Liegen tief im Unterbauch und filtern das Blut. Dabei wird, wie durch Druck durch ein Filter, erstmal ein Primärharn gebildet. Diesem Primärharn werden dann wichtige Teilchen (Salz, Zucker, Aminosäuren) wieder entzogen.(Solang die Niere gesund ist, gehen keine roten Blutkörperchen in den Harn über (Filter zu klein)).Das Endprodukt (mit mehr oder weniger Wasser) geht über den Harnleiter zur Blase. Regulieren über die Wasserausscheidung den Blutdruck langfristig.
Rückenmark
System aus auf- und absteigenden Nervenfasern, die:
vom Gehirn aus die Muskeln versorgen
vom Gehirn aus die Organe versorgen
vom Körper aus Informationen zum Gehirn weitergeleitet
liegt geschützt im Wirbelkanal der Wirbelsäule.
Großhirn (Cerebrum)
Kleinhirn
Teil des Gehirns hinten unten, das vor allem für die Koordination wichtig ist.
Viggo (Peripherer Venenkatheter)
Venenverweilerkanüle (Zugang zur Vene, zur Medikamenten oder Flüssigkeitsgabe)
Infusion
kontinuierliche Gabe einer Substanz (die in Flüssigkeit gelöst ist) oder Flüssigkeit
parenteral (intravenös)
Gabe über die Vene
Analgesie
Schmerzmedikation
Reanimation
"Drücken" und ggf. Defibrillieren, wenn das Herz-Kreislauf-System stillsteht (Da ist man nicht tot, aber wenn man nicht reanimiert wird, stirbt man natürlich)
lateral
nach Außen hin
medial
nach Innen hin
kranial
zum Kopf hin
kaudal
nach unten
Thrombose
Blutgerinnsel, das am Ort der Lage entstanden ist
Embolie
Blutgerinnsel, das von einem anderen Ort zu einem Gefäß kam, und dieses verschließt
Herzinfarkt
Verschluss eines Herzkranzgefäßes
Schlaganfall
Verschluss (oder Blutung) eines Gefäßes, dass das Gehirn versorgt
Aorta
dickes Gefäß, dass das linke Herz verlässt und aus dem (fast) alle Arterien des Körpers entspringen
Hohlvene
oberes und unteres Venengefäß, dass in das rechte Herz mündet
Karotis
Arterie, die man am Hals tasten kann
Intubation
Einführen eines Atemschlauches in die Luftröhre mit dem Laryngoskop (Dafür muss der Patient schon narkotisiert sein - Ja, das ist mit Zeitdruck verbunden, weil der Patient ja nicht atmet)
Lokalanästhesie
Anästhetikum (Nerven- bzw. Schmerzübertragungshemmstoff) der an einem Ort in das Gewebe (nicht Gefäß) zur Betäubung gegeben wird
Muskelrelaxans
Mittel, um die Muskeln ruhigzustellen (braucht fast jede Operation) (Ja, der Patient atmet dann nicht mehr von alleine)
EKG (Elektrokardiografie)
man klebt Elektroden auf den Brustkorb. So leitet man die Erregungsausbreitung des Herzens ab.
Oxymeter
kleines handliches Gerät um die Sauerstoffsättigung am Finger zu erfassen
Thorax
Oberkörperanteil, der über dem Zwerchfell liegt
Abdomen
"Bauch" (unterhalb des Zwerchfells)
Blutdruck
Mit einer Blutdruckmanschette messen (man hört mit dem Stethoskop ab, wann kein Geräusch mehr zu hören ist = systolischer, oberer Blutdruck, reduziert dann den Druck und achtet darauf, wann wieder kein Geräusch mehr zu hören ist = diastolischer, unterer Blutdruck) oder mit digitalem Messgerät messen lassen
z.B. 120/70 (in mmHg)
Erhöht z.B. bei Arterienverkalkung, akute Stresssituation, Sport erniedrigt z.B. bei Schock, Blutverlus
Herzfrequenz (Puls)
Finger an ein Gefäß (z.B. Hals, Unterarm) auflegen (nicht den Daumen, der hat einen eigenen Puls) und Schläge pro Minute zählen
76
Erhöht beim Schock, Blutverlust, erniedrigt bei trainierten Individuen oder im Notfall (Kreislaufversagen)
Atemfrequenz
Oberkörper des Patienten beobachten und zählen (pro Minute)
12
Erhöht bei Lungenentzündung, Blutverlust, usw.
Körpertemperatur
Thermometer
36,6°C
Fieber ab etwa 37,3 bzw. 37,7°C
Sauerstoffsättigung
Oxymeter
98%
Erniedrigung bei Lungenschädigung, Verletzungsbedingt, Blutung

Hämatologie
Blut, blutbildendes System, Lymphsystem, (Milz)
Blutarmut (Anämie), Leukämie, Lymphdrüsen
Gastroenterologie
Verdauungssystem, Leber, Bauchspeicheldrüse
Leberentzündung (Hepatitis), Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Geschwüre (Ulcus), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
Endokrinologie
hormonproduzierende Organsysteme
Diabetes, Schilddrüsenüber- und Unterfunktion, Hypophyseninsuffizienz, Nebennierenerkrankungen
Infektiologie
(abhängig vom Erreger)
Tuberkulose, Pilzinfektionen, Blutvergiftung, usw.
Pneumologie
Lunge, Luftröhre
Asthma, COPD, Lungenfibrose, Aspiration (Verschlucken in Atemwege), Sarkoidose
Nephrologie
Nieren
Nierenentzündung, chronischer Nierenschaden, (Kollagenosen)
Kardiologie/Angiologie
Herz und Gefäße
Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung, Herzinnenhautentzündung, Rhythmusstörungen, Bluthochdruck
Onkologie
Krebs
Allgemeinmedizin
(Ist ein Internist mit nachgewiesener chirurgischer Erfahrung)
Allgemein-/Viszeralchirurgie
Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Darm, Magen, (Schilddrüse)
Gallenblasenentzündung, Krebs, Transplantationen
Neurochirurgie
Wirbelsäule, Gehirn, Rückenmark
Blutungen im Schädel, Bandscheibenvorfall, Krebs
Thoraxchirurgie
Lunge, Herz
Transplantationen, Krebs, Teilentfernungen, Herzklappenoperationen
Unfallchirurgie
Muskeln und Skelettsystem
Brüche (Frakturen), Blutungen der Beine/Arme, Unfälle
Orthopädie
Gelenke und Muskeln
Gelenkersatz, Prothesen
Gefäßchirurgie
Gefäße
Blutgerinnsel, Arterienverkalkung
Plastische/ästhetische Chirurgie
Haut und Gesichtsstrukturen
Neurologie
Nervensystem
Schlaganfall, Demenz, Nervenkompressionssyndrome
HNO
Kopf-Hals-Bereich
Polypenentfernung, Krebs, Nasenscheidewandbegradigung, Trommelfelleingriffe
Psychiatrie
Nervensystem
AD(H)S, Depression, Bipolare Störung, Schizophrenie (Psychologen hingegen sind keine Ärzte und dürfen ohne Zusatzbezeichnung keine Medikamente verabreichen!!!!!!!)
Radiologie
Interpretation, Bewertung und Anfertigung von Bildern (CT, Röntgen, MRT)
Rechtsmedizin
Obduktion, Klärung der Todesursache, Plausibilitätsprüfung
Pathologie
Obduktion (nicht bei strafrechtlichen Fragen), Gewebeuntersuchungen
Mikrobiologie
Erregernachweis und Antibiotika-Wirksamkeitsprüfungen
Anästhesie/Notfallmedizin
Narkoseeinleitung, Notfallversorgung
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